Cover: Die Eisenbahnkinder

Weltweit

Die Eisenbahnkinder

Roberta, Peter und Phyllis lebten mit ihrer Mutter und ihrem Vater in London. Eines Abends fuhr der Vater unerwartet fort, und bald zog die Familie in das kleine Landhaus „Drei Schornsteine“. Sie mussten nun viel beschei

Land
Weltweit
Alter
8–13 Jahre

Die Eisenbahnkinder

Roberta, Peter und Phyllis lebten mit ihrer Mutter und ihrem Vater in London. Eines Abends fuhr der Vater unerwartet fort, und bald zog die Familie in das kleine Landhaus „Drei Schornsteine“. Sie mussten nun viel bescheidener leben, doch ganz in der Nähe verlief eine Eisenbahnstrecke.

Der Bahnhof wurde rasch zum Lieblingsort der Kinder. Sie freundeten sich mit dem Gepäckträger Perks, den Lokführern und anderen Mitarbeitern an. Jeden Morgen winkten sie einem älteren Herrn, der immer mit demselben Zug fuhr, mit ihren Taschentüchern zu, und er winkte stets zurück.

Einmal versperrten nach einem Erdrutsch Steine und Erde die Gleise. In wenigen Minuten sollte ein Personenzug kommen. Die Kinder begriffen, dass sie ein rotes Warnsignal brauchten. Roberta und Phyllis gaben ihre roten Flanellröcke her, Peter teilte den Stoff in große Stücke, und daraus machten sie mehrere leuchtende Fahnen.

Die Kinder liefen zur Strecke und winkten mit aller Kraft. Der Lokführer bemerkte das Signal und konnte den Zug rechtzeitig anhalten. Niemand wurde verletzt.

Später half die Familie einem einsamen Reisenden, der seine Angehörigen suchte. Auch der alte Herr beteiligte sich an der Suche, und die Kinder sahen, wie viel die einfache Bereitschaft verändern konnte, an der Not eines anderen nicht vorbeizugehen.

Inzwischen spürte Roberta immer deutlicher, dass sich um das Verschwinden ihres Vaters ein Geheimnis verbarg. Zufällig erfuhr sie, dass man ihn zu Unrecht beschuldigt hatte und ihn fern von seiner Familie festhielt. Das Mädchen schrieb dem alten Herrn und bat ihn nur um eines: den Fall sorgfältig zu prüfen.

Die Zeit verging. Eines Morgens verhielten sich alle am Bahnhof ungewöhnlich: Sie lächelten Roberta zu, schüttelten ihr die Hand und schienen auf etwas Wichtiges zu warten. Endlich kam der Zug.

Der Vater stieg aus einem Wagen.

Man hatte den Fall erneut geprüft, die Wahrheit war bekannt geworden, und er konnte nach Hause zurückkehren.

Roberta lief ihm entgegen, und dann gingen sie gemeinsam zu den „Drei Schornsteinen“, um der Mutter die beste Nachricht zu überbringen.

Für die Kinder blieb die Eisenbahn nicht einfach ein Ort, an dem Züge vorbeifuhren. Sie wurde zu einem Weg, auf dem Freunde, Hilfe, Nachrichten und Hoffnung zu ihnen kamen. Und das kleine Haus, in dem sie einst voller Angst angekommen waren, wurde zu einem wirklichen Zuhause.

May this story leave a little light in your heart ✨